«Von der Unmenschlichkeit nicht unterkriegen lassen»

Die Schweiz leidet mit Berlin. So hat nicht nur der Bundesrat die Tat in aller Schärfe verurteilt und sich mit Deutschland, den Opfern und ihren Familien solidarisiert. Auch der Schweizerische Rat der Religionen sagt mit grosser Bestürzung Nein zur Gewalt.
«Von der Unmenschlichkeit nicht unterkriegen lassen»

Interreligiöser Trauergottesdienst in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin vom Dienstag. Fotos: ekbo.de

Mit Blick auf die brutalen Anschläge in der Türkei, der Schweiz und in Deutschland, meint der Rat der Religionen in einer Medienmitteilung: «Angesichts dieser entsetzlichen Gewalttaten ist der Rat mit den vielen Menschen guten Willens in der Schweiz und weltweit in Trauer und im Gebet vereint. … In unserem demokratischen Rechtsstaat sollen alle Menschen ohne Unterscheidung Ihrer Herkunft, Farbe und Religionszugehörigkeit ihre Grundüberzeugungen, Werte und Traditionen leben können, ohne Angst vor Verfolgung, Terror und Gewalt.»

Gegenüber Radio Vatikan äusserte sich der Berliner Erzbischof Heiner Koch mit den Worten«Wir feiern ja mit Weihnachten wirklich eine Nacht. Und es ist damals Nacht gewesen, nicht nur im zeitlichen Sinn des Tagesablaufs, sondern eine Nacht der Ratlosigkeit, der Ohnmacht des Volkes Israel, des Nicht-mehr-weiter-Wissens. Und mitten in diese Nacht hinein ist Gott gekommen.»

In einem Gespräch im ZDF appellierte der reformierte Bischof Markus Dröge der Kirche Berlin-Brandenburg-Oberlausitz, ebenfalls Teilnehmer am interreligiösen Gottesdienst in der Kaiser-Wilhelm- Gedächtniskirche, an die Menschen: «Die Angehörigen der toten und verletzten Opfer brauchen unser Mitgefühl. Sie müssen spüren, dass sie nicht alleine sind. … Und wir dürfen uns nicht von der Unmenschlichkeit unterkriegen lassen.»

zuletzt verändert: 22.12.2016 11:11
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