Eine neue Orgel für Winterthur-Seen

Die "Königin der Instrumente" soll nach 40 Jahren mit einem Provisorium die Kirche St. Urban mit Musik füllen.
Eine neue Orgel für Winterthur-Seen

So sehen die Einzelteile der Orgel aus. Foto: Claudia Sedioli

Sie kann ganze Kirchen durchbrausen mit wuchtigen Bässen. Brautleute werden von ihr zum Altar begleitet und manche Trauergesellschaft vergiesst Tränen, wenn sie richtig loslegt:  Die Orgel ist die Königin der Instrumente – in der Winterthurer Pfarrei St. Urban wird in aufwendiger Arbeit eine neue Orgel eingebaut. Drei Tonnen schwer wird das Instrument wiegen und über 25 Register verfügen. Budgetiert dafür sind gut 500 000 Franken.

Vor sechs Monaten hat die beauftragte Orgelbaufirma Goll in Luzern, mit der Herstellung und Vormontage der Winterthurer Orgel begonnen: Unter anderem sind so 1407 Orgelpfeifen aus Holz oder Metall entstanden, die kleinste zwei Zentimeter, die grösste drei Meter lang.

Danach wurde die Orgel wieder zerlegt, sorgfältig zu Paketen verpackt und im Lastwagen nach Winterthur gefahren. Auch nach dem gut dreiwöchigen Aufbau vor Ort wird man ihr noch keine Wohlklänge entlocken können. Nach Pfingsten werden zwei Orgelbauer das Instrument intonieren: Ihren Klang auf die Raumverhältnisse, die Höhe, das Baumaterial, die Luftfeuchtigkeit der Kirche abstimmen. Im Juli wird die St. Urban-Orgel bespielbar sein, im September mit einem feierlichen Gottesdienst geweiht.

Text und Bilder: Claudia Sedioli, Winterthur

 

zuletzt verändert: 24.04.2015 10:13
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