«Die Kirchen sind ihr Geld wert!»

Eine Studie der Universität Zürich zeigt: Die anerkannten Kirchen erbringen für die Gesellschaft Leistungen im Wert von 62 Millionen Franken. Regierungsrätin Jacqueline Fehrs erste Bilanz an der Medienkonferenz: «Es ist sehr viel, was die beiden grossen Kirchen für unsere Gesellschaft leisten.»
«Die Kirchen sind ihr Geld wert!»

«Die Kirchen sind ihr Geld wert.» Regierungsrätin Jacqueline Fehr lauscht an der Medienkonferenz den Ausführungen von Synodalratspräsident Benno Schnüriger. Foto: Simon Spengler

Im Zentrum der Untersuchung stand eine Zusammenstellung von kirchlichen Tätigkeiten, die Kirchgemeinden und kirchliche Fachstellen erbracht haben. Den Forschenden lagen insgesamt 86'366 Angebote vor, die sie anschliessend mit Hilfe der Finanzzahlen der Kirchen überprüften und bereinigten. Zudem befragten sie die Zürcher Gemeindeschreiber nach ihrer Wahrnehmung kirchlicher Angebote und führten eine repräsentative Befragung der Zürcher Bevölkerung durch.

Das wichtigste Resultat: Der Aufwand der Kirchen für ihre Leistungen von gesamtgesellschaftlicher Bedeutung ist höher als die Summe, die die Kirchen vom Staat erhalten. Leistungen der Kirchen im Wert von 62 Millionen Franken stehen Beiträgen des Staates in der Höhe von 49,5 Millionen Franken gegenüber. Oder, wie es Regierungsrätin Fehr ausdrückte: «Es ist gut zu wissen, dass die Beiträge, die der Kanton Zürich den Kirchen schon bisher zukommen lässt, gerechtfertigt sind.»

Die restlichen 0,5 Millionen Franken teilen sich die ebenfalls anerkannte Christkatholische Kirchgemeinde, die Israelitische Cultusgemeinde und die Jüdisch Liberale Gemeinde. Ein weiterer eindrücklicher Befund: Freiwillig und ehrenamtlich Tätige der beiden Kirchen engagieren sich zusammen rund 1,9 Millionen Stunden, was rund 855 Vollzeitstellen entspricht.

Medienkonferenz an der Universität Zürich zur Studie «Kirchliche Tätigkeiten mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung im Kanton Zürich»: Synodalratspräsident Benno Schnüriger, Regierungsrätin Jacqueline Fehr, Prof. Thomas Widmer, Kirchenratspräsident Michel Müller (von links, Foto: Simon Spengler)

Die zuständige Direktion der Justiz und des Innern, die Evangelisch-reformierte Landeskirche und die Römisch-katholische Körperschaft des Kantons Zürich haben gemeinsam das Institut für Politikwissenschaft der Universität Zürich beauftragt, Umfang, Bedeutung und Qualität von kirchlichen Leistungen umfassend zu erheben. Die Erhebung in den Kirchgemeinden, Fachstellen und Migrantengemeinden fand zwischen Oktober 2015 und September 2016 statt.

 

Der Schlussbericht ist hier aufgeschaltet.

Medienmitteilung der Direktion der Justiz und des Innern

Präsentation der Direktion zur Studie «Kirchliche Tätigkeiten mit gesamtgesellschaftlicher Bedeutung im Kanton Zürich»

Stellungnahme von Kirchenratspräsident Michel Müller

Stellungnahme von Synodalratspräsident Benno Schnüriger

Beitrag Regionaljournal Zürich-Schaffhausen

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zuletzt verändert: 27.06.2017 15:39