Jahr des Glaubens: jetzt erst recht!

Das vom Papst ausgerufene Jahr des Glaubens beginnt dann, wenn es endet.

Am Christkönigssonntag hat Papst Franziskus das “Jahr des Glaubens” mit einem feierlichen Gottesdienst auf dem Petersplatz offiziell abgeschlossen. Eröffnet worden war dieses Jahr des Glaubens durch seinen Vorgänger Papst Benedikt XVI.

Impuls ist angekommen

In der Schweiz haben die Bischöfe den Impuls aufgenommen und mit dem 50-jährigen Konzilsjubiläum verbunden. Dieses Jubiläum wurde an vielen Orten mit speziellen Anlässen gewürdigt. Etliche öffentliche Veranstaltungen und pfarreiliche Anlässe widmeten sich dem Zweiten Vatikanischen Konzil. In einer Tagung des Seelsorgerat des Kantons wurde gefragt: Was ist davon geblieben? Nur Erinnerung? Oder haben wir vielleicht mehr, als uns bewusst ist, von den Anregungen dieses Konzils verinnerlicht? Die Tagung regte dazu an, nicht die Asche zu hüten, sondern das Feuer neu zu entfachen. Dies im Bewusstsein, dass das Konzil immer noch Auswirkungen hat und die Umsetzung noch immer andauert.

Gemeinschaft im Beten und Feiern

Ebenfalls ein besonderes Jubiläum prägte die Katholische Kirche im Kanton Zürich. Am ersten Juli- Wochenende feierten die Katholiken des Kantons Zürich das 50-jährige Jubiläum der öffentlich-rechtlichen Anerkennung. Markante Etappen der Feierlichkeiten bildeten im Sommer die jährliche Wallfahrt nach Einsiedeln sowie die Präsenz am Zürifäscht. Über 800 Gläubige aller Generationen nahmen ab dem frühen Morgen eine der vielen Pilgerrouten unter die Füsse. Die Klosterkirche war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der schlichte und doch festlich gestaltete Gottesdienst war von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mitgestaltet. Ein stimmgewaltiger Ad-Hoc Chor und brausendes Orgelspiel sorgten für einen feierlichen Rahmen. Nach dem gemütlichen Zusammensein im Abteihof feierten viele Wallfahrende im Zürihimmel, dem Festzelt der katholischen Kirche am See fröhlich weiter. Im September setzte der Festgottesdienst einen würdigen und feierlichen Höhepunkt.

Pilgernd zu Fuss nach Zürich

Ein ausserordentliches Zeichen setzten die Glarner: sie machten sich pilgernd auf den Weg. Von der Felix-und Regula-Quelle in Linthal bis nach Zürich. Als ökumenische Weggemeinschaft waren sie unterwegs. Was mit einer Predigt zum Neujahrstag begonnen hatte, wurde nun konkret. In 4 Tagesetappen pilgerte eine Gruppe von 40 Personen bis ans Grab der Zürcher Stadtheiligen im Grossmünster. In der Wasserkirche schloss der Pilgerweg mit einem feierlichen offiziellen Festakt und einem ökumenischen Gottesdienst.

Das offizielle Jahr des Glaubens ist zwar vorbei, wird jedoch weitergehen. Viele Impulse von Abt Martin bis zu Papst Franziskus zeigen, dass Glaube auch in der aktuellen Zeit viel zu sagen hat. Und mutig gelebt auch glaubwürdig ist

zuletzt verändert: 26.11.2013 10:20
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