Erneuerungswahlen Synode: 45 von 101 Mitgliedern neu

Vier von insgesamt 75 katholischen Kirchgemeinden des Kantons Zürich wählten am 8. März 2015 ihre Vertretung in die Synode an der Urne. Weil in der Kirchgemeinde (KG) Herrliberg drei Kandidierende das absolute Mehr nicht erreicht haben, findet am 14. Juni ein zweiter Wahlgang statt. Ebenfalls noch ausstehend ist die Wahl in der KG Andelfingen; alle anderen KG haben die Synodalen in stiller Wahl gewählt. Knapp die Hälfte aller 101 Mitglieder (45) in der Synode werden in der Legislatur 2015-2019 neu sein. 48 von den bisher gewählten 99 Synodalen sind Frauen.
Erneuerungswahlen Synode: 45 von 101 Mitgliedern neu

Katholische Synode tagt im Zürcher Rathaus. Foto: Kommunikationsstelle

Wichtiges Wahljahr 2015
Nach den Wahlen in die Kirchenpflege der Kirchgemeinden im Vorjahr, ist auch 2015 ein wichtiges Wahljahr. So werden in den 75 Kirchgemeinden die insgesamt 101 Mitglieder für die Synode (Legislative) gewählt, die dann an ihrer konstituierenden Sitzung vom 2. Juli den Synodalrat (Exekutive) wählen. Zusätzlich stehen in 29 Kirchgemeinden ohne gewählten Pfarrer die Wahlen der Pfarreibeauftragten für die Amtsdauer 2015 – 2018 an.

Stärkste territoriale Fraktion bleibt Dekanat Zürich
In der neuen Legislatur 2015-2019 werden die Kirchgemeinden 101 Mitglieder – 56 bisherige und 45 neue Synodalen – in die Synode schicken, eine Person mehr als bisher. Grund dafür ist, dass die Kirchgemeinden Rickenbach-Seuzach und Schlieren mit der gestiegenen Anzahl katholischer Mitglieder je eine zusätzliche Vertretung in der Synode stellen können. Die Kirchgemeinde Zürich-Heilig Geist verliert hingegen einer ihrer beiden Sitze, weil die Mitgliederzahl unter die 6000er-Grenze gefallen ist.
Jede Kirchgemeinde wählt mindestens ein Synodenmitglied. Kirchgemeinden mit mehr als 6000 Mitgliedern steht für 6000 Mitglieder und den verbleibenden Restwert je ein Mitglied zu. Die Wahlen finden jeweils nach dem Majorzverfahren statt. Die regionale Übersicht zeigt: Das Dekanat Albis stellt im neuen Parlament 23 Synodale (+1), Dekanat Oberland 23, Dekanat Winterthur 26 (+1) und Dekanat Zürich 29 Synodale (-1).

Bildlegende

Kampfwahlen bei der Exekutive
Am 2. Juli 2015 treffen sich die neu- und wiedergewählten Synodalen im Zürcher Rathaus zu ihrer konstituierenden Sitzung und wählen ihrerseits den neunköpfigen Synodalrat für die neue Amtsdauer. Fünf der bisherigen Exekutiv-Mitglieder treten nicht mehr zur Wahl an. Ein ungeschriebenes Gesetz hält allen vier Dekanaten je zwei Sitze im Synodalrat zu. Der 9. Sitz wird auf Vorschlag des Seelsorgekapitels mit einem Priester besetzt. Die Kandidierenden – allein im Dekanat Albis sind es sieben Personen – stellen sich am 7. Mai im Rahmen einer Veranstaltung den neugewählten Synodalen vor.
An der Septembersitzung 2014 hatte die erste Parlamentarische Initiative die Reduktion der Exekutive von neun auf sieben Synodalratsmitglieder verlangt. Im Verhältnis 3 zu 1 sprach sich das katholische Parlament für den Status Quo aus.

Wahl der Pfarreibeauftragten bis Ende Jahr
Die Kirchenordnung aus dem Jahr 2009 und der Synodalrats-Beschluss vom 10. September 2012 schreiben vor, dass in Kirchgemeinden ohne gewählten Pfarrer heuer die Wahlen der Pfarreibeauftragten für die Amtsdauer 2015-2018 durchzuführen sind. Dies betrifft aktuell 29 Pfarreien. Wahlorgan ist die Kirchgemeindeversammlung. Voraussetzung für die Wahl zur/zum Pfarreibeauftragten ist die Beauftragung (missio) des Diözesanbischofs.

zuletzt verändert: 12.03.2015 10:09